Organsysteme der Gastroenterologie

Gastroenterologen sind die „Generalisten der Inneren Medizin“, denn im Gegensatz zu den anderen internistischen Fächern, wie der Kardiologie, Pneumologie, Hämatologie oder Nephrologie, beschäftigen sie sich nicht nur mit einem einzigen speziellen menschlichen Organ, sondern mit einer ganzen Vielzahl unterschiedlicher Organe und Organsysteme.

Speiseröhre und Magen

Die Speiseröhre ist die Eintrittspforte in unsere Organsysteme und dient dem Nahrungstransport in den Magen. Neben vielen verschiedenen entzündlichen Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens, wie zum Beispiel Sodbrennen, saures Aufstoßen oder Magengeschwüren diagnostizieren und behandeln Gastroenterologen auch Speiseröhren- und Magenkrebs. Darüber hinaus gibt es aber noch eine Vielzahl an weiteren nicht entzündlichen oder bösartigen Erkrankungen, die die Speiseröhre und/oder den Magen betreffen und unser ärztliches Handeln erfordern.

Darm

Der Darm als eigentliches Verdauungsorgan kann ebenfalls durch entzündliche Darmerkrankungen, durch Darmkrebs aber auch durch infektiöse Durchfallerkrankungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Zöliakie betroffen werden. Eine der Erfolgsstories der Gastroenterologie des letzten Jahrzehnts spielt sich im Dickdarm ab. Hier ist es durch die Vorsorgekoloskopie mit der Entfernung von Krebsvorstufen gelungen, die Darmkrebshäufigkeit in Deutschland zu senken. Man hat errechnet, dass in den letzten 10 Jahren mindestens 100.000 Darmkrebsfälle durch eine Vorsorgekoloskopie verhindert werden konnten. Der Dünn- und Dickdarm als eines der größten menschlichen Organsysteme ist aber auch Heimat unseres Mikrobioms und beherbergt bis zu 100 Billionen Bakterien. Das Mikrobiom spielt schon heute eine wichtige Rolle in der Entstehung von Autoimmunerkrankungen, der Adipositas aber auch von Depressionen. Zukunft offen und höchst spannend …

Leber

In der Leber werden viele für den Körper benötigte Proteine produziert. Nicht verwertbare Nahrungsbestandteile, die über den Darm aufgenommen werden, werden über den Pfortaderkreislauf zur Leber transportiert und dort entgiftet. Vielfältige Schädigungen durch Alkohol oder Medikamente, Durchblutungsstörungen, Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder Krebserkrankungen können zu einer Funktionseinschränkung der Leber mit erheblichen Folgen, wie zum Beispiel Gelbsucht, Beeinträchtigung der Hirnfunktion oder Ödemen für den menschlichen Körper bis hin zum Leberversagen führen. Die Behandlung dieser vielfältigen Lebererkrankungen umfasst ein sehr großes Spektrum von der reinen medikamentösen Therapie bis hin zur Lebertransplantation.

Gallenwege und Bauchspeicheldrüse

Die Gallengänge sowie die Gallenblase dienen der Ausscheidung der in der Leber gebildeten Gallenflüssigkeit in den Dickdarm. Erkrankungen der Gallenwege aber auch der Gallenblase führen daher häufig zu einem Rückstau der Gallenflüssigkeit in die Leber mit der Folge einer schmerzhaften oder auch schmerzlosen Gelbsucht, Entfärbung des Stuhlganges, Dunkelfärbung des Urins und fieberhaften Infektionen. Ursache können Gallensteine oder Tumoren sein. Diagnostisch nutzen Gastroenterologen bildgebende Verfahren, wie die Sonographie und die Endosonographie. Endoskopische Verfahren werden sowohl für diagnostische als auch therapeutische Maßnahmen, wie zum Beispiel die Entfernung von Gallensteinen, eingesetzt.

Die Bauchspeicheldrüse (das Pankreas) produziert Verdauungsenzyme und reguliert unseren Blutzucker. Die häufigsten Erkrankungen dieses sehr empfindlichen Organs sind neben der Entwicklung eines Diabetes mellitus die akute bzw. chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung und das Auftreten von prognostisch leider unverändert schlechten Bauchspeicheldrüsenkrebs. Therapeutisch reicht unser Spektrum von medikamentösen Therapien, endoskopischen Verfahren (insbesondere ERCP) über intensiv-medizinische Therapien bei schwer verlaufenden akuten Bauchspeicheldrüsenentzündungen.

Ich möchte die ge-Marke gern kostenfrei zur Kennzeichnung meiner Praxis oder meiner Abteilung nutzen:

ge-Marke-download

Die ge-Marke liegt in verschiedenen Farb-Versionen und allen gebräuchlichen Datenformaten vor. Sie laden ein ZIP-Archiv (ca. 5 MB) herunter, das zuvor dekomprimiert werden muss. Eine erläuternde Information im PDF-Format liegt bei. Sollten Sie spezielle Wünsche oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an info@gesundheit-durch-gastroenterologie.de

ge-Marke herunterladen

Ich möchte gern folgende Medien in meiner Praxis oder Abteilung gern nutzen und bestelle kostenfrei:

order-media