Teilbereiche der Gastroenterologie

Das große und komplexe internistische Fach der Gastroenterologie hat sich in den letzten Jahren zunehmend in Teilbereiche aufgegliedert. Doch anders als in
anderen großen klinischen Fächern, spalten sich die Teilgebiete nicht von der Gastroenterologie ab. Vielmehr bildet die Gastroenterologie eines der breitesten klinisch-internistischen Fächer mit Subspezialisierung in Klinik und Forschung. Gastroenterologen arbeiten in spezialisierten Teams interdisziplinär – mit dem Patienten im Mittelpunkt.

Ohne endoskopische Diagnostik und Therapie geht es in der Gastroenterologie nicht! Die immer bessere optische Auflösung moderner Endoskope führt zu differenzierteren, früheren und präziseren Diagnosen. Aber auch patientenschonende Untersuchungen, die oft komplett schmerzfrei ablaufen, sind heute möglich – im oberen, mittleren und unteren Gastrointestinaltrakt ebenso wie am pankreatobiliären System (Gallenwege und Bauchspeicheldrüse). In den letzten Jahren haben sich mit dem Fortschritt der Digitalisierung zahlreiche neue therapeutische Verfahren entwickelt, die offene chirurgische Eingriffe auch ganz überflüssig machen können. Kurz: Die Endoskopie ist ein medizinisches Teilgebiet mit unerschöpflichem Entwicklungspotenzial.

Die Zunahme bösartiger Erkrankungen innerhalb unserer stetig älter werdenden Bevölkerung trifft auch den Gastrointestinaltrakt. Vor allem Darmkrebs, aber auch Speiseröhren-, Magen-, Bauchspeicheldrüsen- und Leberkrebs gehören in die „Top-Ten-Liste“ der häufigsten Tumoren. Gastrointestinale Onkologen führen schon heute hoch komplexe Tumortherapien durch und entwickeln neuartige Therapieregime bis hin zu immungesteuerten und molekularen, zielgerichteten individualisierten Therapien im Sinne einer personalisierten Medizin. Gastrointestinale Onkologie: immer im Mittelpunkt: der Tumorpatient – immer im Focus: die Entwicklung neuer Therapieformen in enger Anbindung an klinische und präklinische Forschung!

Das Mikrobiom des Darmes ist in aller Munde und wohl ganz entscheidend an der Entstehung gastrointestinaler aber auch vieler extra-gastroenterologischer Erkrankungen (u.a. Diabetes mellitus, M. Parkinson, Demenz, …) beteiligt. Neben der bisherigen klassischen Diagnostik und Therapie „normaler“ Infektionen des GI-Traktes entwickelt sich hier ein hochspannendes neues Betätigungsfeld, das in den nächsten Jahrzehnten garantiert viele neue Errungenschaften für die Versorgung unserer Patienten liefert. Kenntnisse über das Mikrobiom und dessen bewusste Modifikation werden vielfältige Krankheiten heilen oder zumindest lindern.

Die Hepatologie beschäftigt sich ganz speziell mit den Erkrankungen der Leber. Hier sind in den letzten Jahren bahnbrechende Fortschritte vor allem in der Therapie viraler Leberentzündungen entstanden, die völlig neue Therapieoptionen und Perspektiven für chronisch Betroffene bis hin zur Ausheilung ihrer Erkrankung bieten. Neben den viralen Lebererkrankungen beschäftigen sich Hepatologen natürlich auch mit den alkoholischen Lebererkrankungen und der Fettleber, die durch unsere veränderten Ernährungsgewohnheiten immer häufiger sind. Die Leber: ein Organ, viele Erkrankungen, differenzierte Therapien, modernste Strategien, einer unserer Forschungsschwerpunkte! Auch hier könnte man die HCV-Erfolgsstory einfügen

Die Therapie von Patienten mit z.B. chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (M. Crohn, Colitis ulcerosa) hat sich in den letzten Jahren massiv gewandelt. Neue, in das Immunsystem direkt eingreifende, maßgeschneiderte Therapien erfordern ein hohes Maß an immunologischem Verständnis und besondere Expertise und Kompetenz für die Behandlung dieser Patientengruppe. Kaum eine Patientengruppe profitiert so von den steten Entwicklungen der Medizin wie diese. Durch die langfristige Betreuung dieser jungen Patientengruppe entsteht nicht selten ein ganz besonderes Arzt-Patient-Verhältnis zum Wohle der Patienten.

Weitere wichtige Teilgebiete der Gastroenterologie beschäftigen sich u.a. mit der Interaktion zwischen dem Gastrointestinaltrakt und unserem Nervensystem bzw. mit Stoffwechsel- und ernährungsbedingten Erkrankungen. Ungesunde Ernhährung und Alkohol sind oft Einstieg in eine Krankheitsspirale, die in schweren Erkankungen der Leber aber auch vieler anderer Organe mündet. Gastroenterologen setzen sich dafür ein, diese Erkrankungen früh zu erkennen und wenn möglich auch zu verhindern.

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